Tu Was!

 
 
Ein Projekt zur beruflichen Eingliederung benachteiligter junger Menschen, sowie zur schulischen Integration schuldistanzierter Kinder und Jugendlicher gemäß § 13 und ggf. i.V.m. §§ 27, 30, 41 SGB VIII sowie gemäß § 27 i.V.m. §§ 34, 35a, 41 SGB VIII. Finanzierung und Durchführung durch den Landkreis Harburg.
 
Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige/Erwachsene männlich oder weiblich im Alter von 12 bis 25 Jahren mit unterschiedlichen sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen, die dazu geführt haben, dass sie aktuell nicht in die Schule bzw. in die Arbeitswelt integriert sind. Der Einstieg in das Projekt ist prinzipiell jederzeit möglich. Der Zugang in das Projekt und die Koordination erfolgt über das Jugendamt nach vorheriger Platzanfrage. Wir helfen im Rahmen eines Praktikums über 3 Monate Schüler und Schülerinnen einen Weg zurück in die Schule zu finden. Die Teilnehmer kommen jeden Tag von 08:00-15.00 zu uns. Wir arbeiten individuell mit jedem Teilnehmer. Wir informieren, kontaktieren alle Beteiligten, die helfen können Veränderungen zu schaffen, die einen regelmäßigen Schulbesuch wieder ermöglichen.
 

Für wen ist das Projekt?

  • Im Moment gehst du selten oder gar nicht zur Schule
  • Du möchtest aber gerne wieder in die Schule, weißt aber nicht wie das gehen soll
  • Du weißt nicht, wer dir dabei helfen kann
  • Du hast Angst in die Schule zu gehen
  • Du hast Angst vor schlechten Noten
  • Du hast Prüfungsangst
  • Du hast Angst sitzen zu bleiben
  • Du hast Angst vor Mitschülern
  • Du verstehst den Schulstoff nicht mehr
  • Du bist in der Schule sehr unruhig und kannst Dich nicht konzentrieren
  • Du bist zu viel am Computer
  • Du bist nachts wach und tagsüber müde
  • Es gibt viel Streit mit Deinen Eltern
 

Was bei uns passiert:

  • Du kommst jeden Tag zu uns
  • Wir sagen Schulen, Eltern und Behörden Bescheid, dass Du bei uns bist
  • Wir telefonieren, informieren und kümmern uns um Formalitäten
  • Wir sind eine kleine Gruppe.
  • Wir haben ca. 3 Monate Zeit Lösungen zu finden
  • Wir überlegen gemeinsam, was zu tun ist
  • Du bist mit anderen zusammen, die auch nicht zur Schule gehen
  • Wir verbringen den Tag gemeinsam mit Lernen, Planen, Organisieren, Einkaufen, Kochen, Werken, Malen, Basteln, Reiten, Sport, Musik, Kunst und Ausflügen.
 
S chüler/Schülerinnen, Eltern und Institutionen können sich jederzeit für den Jugendlichen um eine Teilnahme am Projekt bewerben. Sie können das Jugendamt oder das Projekt direkt kontaktieren. Das Jugendamt entscheidet als Kostenträger über eine Aufnahme. Die Teilnehmer bleiben Schüler der zuständigen Schule. Wir haben min. 3 Monate Zeit gemeinsam mit den Kooperationspartner Schule, Eltern, ggf. Ärzten und dem Jugendlichen Lösungen zu finden. In enger Zusammenarbeit mit der jeweils zuständigen Schule werden im Rahmen eines individuellen Förderplans Schritte zur möglichen Integration in die Regelschule entwickelt.

Grundsätzlich werden die Eltern/Sorgeberechtigten intensiv in die Hilfe eingebunden. Wir bringen die einzelnen Kooperationspartner im Sinne der Jugendlichen zusammen und versuchen ein tragfähiges soziales Netz aufzubauen, um einen langfristigen Erfolg zu sichern. Wir finden gemeinsam einen Weg zurück in die Schule. Dies geschieht individuell z.B. durch Teilzeitbeschulung, begleitete Beschulung, stundenweise Beschulung etc.
 
Das Team besteht aus zwei Lehrerinnen, einer Hauswirtschafterin, einer pädagogischen Hilfskraft und untersteht der Leitung der Jugendhilfeeinrichtung des Forellenhofes. Zwei Tischler, die ebenfalls Sozialpädagoge und Arbeitspädagoge sind, arbeiten im Berufsintegrationsprojekt mit uns zusammen, so dass man sich bei den unterschiedlichen Modulen unterstützt und ergänzt. Dadurch können die Kinder und Jugendlichen aus den verschiedenen Altersgruppen (12 bis 25 Jahren) miteinander und voneinander lernen.
 
»Das Projekt Tu was war spitze. Erst hatte ich keine große Lust, aber ich konnte mich viel mit anderen Jugendlichen unterhalten, denen es so geht wie mir. Die Betreuer haben sich für mich eingesetzt und mir geholfen. Auch wenn es manchmal anstrengend war, ich kann endlich wieder zur Schule gehen und ich habe neue Freunde gefunden.«

ANNA, 15 Jahre aus Winsen